Die gemeinsame Währung war eine gute Idee
Politik und Bürger haben sich aber vom schönen Schein blenden lassen. Denn eine gemeinsame Währung bedeutet viel mehr, als nur im Urlaub auf das Tauschen und Umrechnen verzichten zu können.
Eine gemeinsame Währung kann nur funktionieren, wenn die Mitglieder der Union eine halbwegs vergleichbare Wirtschaftskraft haben, ähnliche Sozialsysteme, vor allem aber kompatible Steuermodelle, nachhaltige Haushalte, seriöse Regierungen und Bürger, die bereitwillig Steuern zahlen. Doch davon ist die Währungsunion meilenweit entfernt. Das Korsett Euro nimmt den Griechen die Luft. Portugal, Irland und schlimmstenfalls Spanien und Italien werden ebenfalls fallen.
Zur Erinnerung: Selbst Deutschland hat seine Schulden nicht im Griff. Das wirtschaftlich stärkste Land der EU, sogar vergleichsweise seriös regiert, muss Jahr für Jahr viele Milliarden Euro neue Schulden machen. Und trotzdem sind die Sozialsysteme unterfinanziert, die Straßen löchrig und die Schulen in schlechtem Zustand. Wie um alles in der Welt sollen dann Länder wie Griechenland oder Portugal ihre Schulden in den Griff bekommen? Richtig: gar nicht.
Eine Lösung könnte sein, dass die starken Euro-Länder die schwachen mit durchschleppen. Sprich: Deutschland muss mehr Zinsen bezahlen, damit Griechenland, Italien und Co. neue, billigere Schulden machen können. Und irgendwer in Brüssel müsste dann kontrollieren, dass Rom und Athen vernünftig wirtschaften. Viel Spaß dabei.
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